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Presssysteme · GF iFIT

GF iFIT: das Stecksystem – d16 bis d32 ohne Pressmaschine

iFIT ist das Stecksystem von GF für Polybuten- und Mehrschichtverbundrohr: Rohr anfasen und kalibrieren, Adapter aufschieben, PPSU-Modul aufstecken bis zum Klick – fertig. Keine Pressmaschine, keine Backen, keine Kontur. Mit der modularen Adaptertechnik deckt ein Modul zwei Dimensionen ab, und die Verbindung ist laut Hersteller lösbar: Der Adapter wird dabei zerstört, das Modul ist wiederverwendbar. Diese Seite erklärt Rohr, Dimensionen, Lieferbarkeit, Medien mit Grenzwerten, die Lösbarkeit, Übergänge – und wann ein Stecksystem die bessere Wahl gegenüber dem Pressen ist.

Rohr
Polybutenrohr (PB) · Mehrschichtverbundrohr PE-RT II/Al/PE-RT II
Dimensionen
d16–d32
Module
PPSU, Gewindeteile Messing / bleifreier Rotguss
Verbindung
Stecken: Adapter mit Zahnring und zwei O-Ringen, Modul rastet auf (kein Werkzeug)
Druck / Temperatur
PN 10 · 10 bar / 70 °C Dauerbetrieb, 50 Jahre
Lieferbarkeit
ab Lager

Wofür iFIT gedacht ist – und wo die Grenze liegt

Trinkwasser-, Heizungs- und Klimainstallation auf der Etage: Anschlussleitungen, Verteiler, Heizkörperanschlüsse, Bäder in Serie. GF nennt PN 10 bei 10 bar, 70 °C und 50 Jahren Dauerbetrieb. Die Stärke des Systems ist die Verarbeitung: Sie braucht kein technisches Spezialwissen und keine Pressmaschine, deshalb kann derselbe Trupp mehrere Gewerke ausführen – das ist der Grund, warum iFIT im Fertighausbau und bei der Sanierung großer Wohnanlagen gesetzt wird. Die Grenze gehört dazu: d16 bis d32, 70 °C, 10 bar. Für Steigleitungen größerer Dimension, Industrieanwendungen, Druckluft und Gas ist iFIT kein Ersatz für ein Press- oder Metallsystem.

So funktioniert die Steckverbindung

Das Rohr wird abgelängt und mit dem iFIT-Werkzeug angefast und kalibriert. Dann wird der iFIT-Adapter bis zum Anschlag auf das Rohrende geschoben – im Adapter sitzen der Zahnring, der das Rohr gegen Zug hält, und zwei O-Ringe, die dichten. Das Sichtfenster des Adapters muss vollständig vom Rohr gefüllt sein: Das ist die sichtbare Einstecktiefe. Zuletzt wird das Modul auf den Adapter gesteckt, bis es hörbar klickt. Eine Pressung gibt es nicht. Zieht man am Rohr, dürfen Adapter und Modul bis zu 5 mm auseinandergleiten – laut GF ist das der dynamische Haltemechanismus und kein Mangel. Die modulare Adaptertechnik macht ein Modul für zwei Dimensionen nutzbar (d16/d20 und d25/d32), was das Sortiment laut GF um die Hälfte verkleinert.

Weil nichts verpresst wird, gibt es auch keine „unverpresst undicht“-Kontur: Die Kontrolle ist die sichtbare Einstecktiefe und die Dichtheitsprüfung. Beides gehört zur Montage, nicht zur Kür.

Rohr, Dimensionen und Lieferbarkeit

Formteile des Systems. Bilder: GFFormteil anklicken – die Lieferstufe je Dimension öffnet sich in der Tabelle darunter.

iFIT verbindet Polybutenrohr (in Ringen, auch im Schutzrohr) und Mehrschichtverbundrohr PE-RT II/Al/PE-RT II (Stangen und Ringe, auch vorgedämmt). Die Tabelle zeigt die vier Dimensionen; wir führen iFIT lagerführend.

GF iFIT: Dimensionen und Lieferbarkeit bei Zickwolff
DimensionAußen-ø (mm)DNLieferbarkeit
d 161612ab Lager
d 202015ab Lager
d 252520ab Lager
d 323225ab Lager
Lieferstufe je Formteilart und Dimension

GF iFIT (Stecksystem, Polybuten- und Verbundrohr) – 6 Formteilarten in 4 Dimensionen – das Sortiment in unserem Shop

GF iFIT (Stecksystem, Polybuten- und Verbundrohr): Lieferstufe je Dimension und Formteilart
DimensionBogen 90°T-Stück / KreuzungReduzierstückWandscheibe / AnschlussÜbergang (Gewinde)Rohr
16ab Lagerab Lagerab Lagerab Lagerab Lagerab Lager
20auf Anfrage lieferbarauf Anfrage lieferbarauf Anfrage lieferbarauf Anfrage lieferbarab Lagerauf Anfrage lieferbar
25ab Lagerab Lagerab Lagerauf Anfrage lieferbarab Lagerauf Anfrage lieferbar
32auf Anfrage lieferbarauf Anfrage lieferbarauf Anfrage lieferbarauf Anfrage lieferbarab Lagerauf Anfrage lieferbar

● ab Lager · ○ bestellbar · – auf Anfrage lieferbar

Die Norm nennt Maße. Was hier steht, führen wir – ab Lager oder auf Bestellung; was wie schnell verfügbar ist, klären wir auf Anfrage. Ab Lager: Module (Muffe, Reduktion, Winkel, T-Stück, Übergänge mit Gewinde, Verteiler, Armaturenanschluss), Rohr und Werkzeug – Shop-Kategorie Fittings/Kunststoff.

Welches Medium mit welchen Grenzwerten

GF nennt Trinkwasser, Heizung und Klima mit 10 bar und 70 °C. Kühlwasser ist als Fachfrage offen, Druckluft und Gas sind ausgeschlossen.

Medien mit GF iFIT (Broschüre gfps-39052, 12/2023)
MediumiFIT (O-Ring)
Trinkwassergeeignet
70 °C / 10 bar
Heizwasser (geschlossener Kreislauf)geeignet
70 °C / 10 bar
Kühlwasserzu klären
Druckluft, ölfreinicht geeignet
Erdgas (DVGW G 260)nicht geeignet

Lösbar, Modul wiederverwendbar – was das bedeutet

Die iFIT-Verbindung lässt sich lösen – laut GF aber nicht zerstörungsfrei: Mit zwei Wasserpumpenzangen wird das Adaptergehäuse abgeschraubt, der Adapter ist danach zerstört und wird nicht wieder verwendet. Das Modul dagegen ist wiederverwendbar: Das Rohrende wird um 6 mm gekürzt, neu angefast und kalibriert und mit einem neuen Adapter wieder gesteckt. Das ist ein Unterschied zu jeder Pressverbindung, die nur herausgetrennt werden kann, und ein Vorteil bei Korrekturen im laufenden Ausbau und bei Umbauten. Wir führen die Lösbarkeit als Herstellerangabe von GF. Im Verbindungstechnik-Vergleich steht Stecken deshalb beim Kriterium Lösbarkeit mit „lösbar (Herstellerangabe)“.

Was aus der Anfangszeit der Stecksysteme gelernt wurde

Dass Stecksysteme in Deutschland weniger verbreitet sind als in anderen Ländern, hat auch mit ihrem Ruf aus der Anfangszeit zu tun. Die frühen Schadensfälle an Steckverbindungen hatten typische Ursachen: ein nicht angefastes Rohrende schneidet beim Einstecken den O-Ring an; ein nicht kalibriertes Rohr ist unrund und dichtet nicht über den ganzen Umfang; eine zu geringe Einstecktiefe lässt das Rohr unter Druckstößen wandern; Rohre mit zu großer Toleranz sitzen lose; Fittings ohne Sicherung halten Zugkräfte nicht. Jede dieser Ursachen ist heute konstruktiv beantwortet – bei iFIT so: Anfasen und Kalibrieren sind Pflichtschritte mit dem Systemwerkzeug, zwei O-Ringe dichten, der Zahnring im Adapter hält das Rohr gegen Zug, die Einstecktiefe zeigt das Sichtfenster des Adapters, die Dichtringe sind werkseitig eingelegt, und das System ist für Rohr und Modul zusammen zugelassen (DVGW). Was bleibt, ist die Sorgfalt beim Vorbereiten des Rohrendes: Wer anfast, kalibriert, den Adapter bis zum Anschlag aufschiebt und das Modul einrasten lässt, bekommt eine Verbindung, die nach denselben Regeln geprüft ist wie eine Pressverbindung. Wer einen Schritt auslässt, hat dieselbe Fehlerquelle wie vor zwanzig Jahren.

Der zweite Grund liegt nicht in der Technik: Der Installateur trägt die Gewährleistung für eine Verbindung, die er später nicht mehr sieht – und das Presssystem gibt ihm mit „unverpresst undicht“ einen Nachweis, den das Stecksystem in dieser Form nicht hat; hier ist die Kontrolle die sichtbare Einstecktiefe und die Dichtheitsprüfung. Dazu kommt das vorhandene Presswerkzeug im Betrieb. Beides erklärt die Zurückhaltung besser als jede Vermutung über Motive – und beides spricht nicht gegen das Stecksystem dort, wo es hingehört: auf die Etage, in die Serie, in die Sanierung.

Übergänge

Übergangsmodule mit Außen- und Innengewinde (Messing, bleifreier Rotguss), Übergangs-Winkel-Module, Armaturenanschluss-Module und Verteiler-Module führen von iFIT zu Armaturen, Gewindefittings und – über Gewinde nach EN 10226-1 – zu allen Metall- und Presssystemen. Fließregel und Werkstoffpaarung wie bei jeder Mischinstallation.

Stecken oder Pressen?

Pressen (Mepla, FlowFit, Raxofix) reicht bis d75, braucht Maschine und Backen und ist unlösbar; Stecken (iFIT) endet bei d32, braucht nur Anfas- und Kalibrierwerkzeug und ist lösbar. Wo es auf Tempo, geringe Anforderungen an den Handwerker und wenige Werkzeuge ankommt – Fertighaus, Serienbäder, Sanierung im bewohnten Bestand –, ist iFIT die richtige Wahl; wo Dimensionen über d32, Druckluft oder Industriemedien gefragt sind, ein Presssystem. Mehr unter Verbund- und Stecksysteme und Aus unserer Praxis.

Montage in Kürze

  • Rohr rechtwinklig ablängen, mit dem iFIT-Werkzeug anfasen und kalibrieren – ohne Anfasen leiden die O-Ringe.
  • Adapter bis zum Anschlag aufschieben (Sichtfenster vollständig gefüllt), Modul aufstecken bis zum hörbaren Klick; kurz ziehen – bis 5 mm Spiel sind laut GF zulässig.
  • Dichtheitsprüfung, Protokoll.
  • Rohrführung mit Befestigungen nach Herstellerangabe; Verbundrohr nicht dauerhaft dem Tageslicht aussetzen.

Lieferbarkeit bei Zickwolff

Die Norm nennt Maße. Was hier steht, führen wir – ab Lager oder auf Bestellung; was wie schnell verfügbar ist, klären wir auf Anfrage. iFIT führen wir lagerführend: Module, Polybuten- und Verbundrohr, Werkzeuge.

Weiter im Thema

Werkzeuge der Säule: Systemfinder (welches System passt zu Medium, Rohr und Dimension) · Verbindungstechniken im Vergleich (Pressen, Stecken, Nuten, Schweißen, Gewinde, Flansch, Löten) · Wirtschaftlichkeitsrechner (Montagezeit und Stillstand je Verfahren) · Übersicht Presssysteme.

Verwandte Verbund- und Stecksysteme

Verwandte Verbund- und Stecksysteme mit eigener Seite (Herstellerangaben; Lieferbarkeit ab Lager oder auf Bestellung)
SystemRohrDimensionenLieferbarkeit
Viega Raxofix (Mehrschichtverbundrohr)Mehrschichtverbundrohr16–63 mmbestellbar
Geberit Mepla (Mehrschichtverbundrohr)Mehrschichtverbundrohr16–75 mmab Lager 16–20; bestellbar 26–75
Geberit FlowFit (Mehrschichtverbundrohr, laterale Presstechnik)Mehrschichtverbundrohr und Polybutenrohr16–75 mmab Lager 16–25; bestellbar 32–75
Uponor RS 63–110 (modulares Press- und Stecksystem, Mehrschichtverbundrohr)Mehrschichtverbundrohr PE-RT/Al/PE-RT mit verschweißter Aluminiumschicht (Uponor MLC 63–110)63–110 mmauf Anfrage lieferbar

Passend aus unserem Sortiment: Tempergussfittings für Gewindeübergänge, Kunststoffsysteme von GF, Armaturen.

Stecken statt pressen – für den Anwender Wie man mit GF iFIT Schritt für Schritt einen Anschluss legt – Montage, Teile, Einsatzgrenzen und Projektanleitungen in Anwendersprache. GF iFIT für den Anwender

Häufige Fragen zu GF iFIT

Brauche ich für iFIT eine Pressmaschine?

Nein. Rohr anfasen und kalibrieren, Adapter aufschieben, Modul aufstecken – das Anfas- und Kalibrierwerkzeug ist das einzige Werkzeug.

Kann ich eine iFIT-Verbindung wieder lösen?

Ja, laut GF – aber der Adapter wird dabei zerstört: Er wird mit zwei Wasserpumpenzangen abgeschraubt, das Modul ist wiederverwendbar, das Rohrende wird um 6 mm gekürzt und mit einem neuen Adapter gesteckt. Wir führen das als Herstellerangabe.

Für welche Rohre ist iFIT geeignet?

Für iFIT-Polybutenrohr und iFIT-Mehrschichtverbundrohr PE-RT II/Al/PE-RT II, d16–d32. Andere Rohre sind nicht freigegeben.

Bis wie viel Grad geht iFIT?

PN 10 bei 10 bar und 70 °C im Dauerbetrieb über 50 Jahre (Herstellerangabe).

Geht iFIT für Druckluft oder Gas?

Nein. iFIT ist für Trinkwasser, Heizung und Klima vorgesehen.

iFIT ab Lager

Nennen Sie uns Dimension und Stückzahl – wir liefern iFIT-Module, Rohr und Werkzeug ab Lager.

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Fachliche Grundlage: GF Praxisguide Montage- und Reparaturanleitungen (08/2026), GF iFIT Montageanleitung (09/2020), GF iFIT Broschüre gfps-39052 (12/2023), GF iFIT Lieferprogramm (07/2025), GF iFIT Product line brochure (07/2025) – Vertragshändler-Material, Nutzung freigegeben; DVGW W 534, W 542. Lieferbarkeit nach Zickwolff-Warenwirtschaft (09/2026). Die verbindliche Freigabe bleibt beim Hersteller.